Der Feind: der Prüfer

Chrissi ist eine Freundin von Julian und macht zurzeit auch ihren Führerschein. Sie sagt: Die Fahrschülerin hat während ihrer Ausbildung zum Fahrer drei zentrale Feinde. Das Auto, den Fahrlehrer, den Prüfer. In einer dreiteiligen Miniserie schildert sie ihre Beziehung zu diesen Feinden, abschließend gibt sie uns ein Interview zu dem Thema, welchen Vorurteilen Frauen schon im Fahrschulauto ausgesetzt sind.

Heutiger Feind: der Prüfer

Mit dem Prüfer habe ich noch keine Bekanntschaft geschlossen. Den bekommt man nur an einem Tag zu sehen – und hoffentlich nur einem: am praktischen Prüfungstag. Er sitzt hinten und notiert sich die Fehlerpunkte. Am besten man fängt erst gar nicht an, mit ihm Freundschaft zu schließen. Er könnte einen ja wieder sehen wollen.

Man muss unterscheiden: Jungs fangen früher an, sich für Autos jeglicher Art zu interessieren. Mädels spät oder gar nicht – und das sogar noch nach dem Führerschein. Ich meine, jetzt hat man den Salat, hätte man vielleicht früher damit angefangen, hätte man zum Schluss nicht so viel Stoff zum lernen. Wie in der Schule. Aber Mädels haben halt nicht so ein Faible für Autos, die meisten zumindest, was nicht unbedingt heißt, dass sie schlechter fahren müssen.

Ja, es gibt sogar Jungs, bei denen Autos das Topthema Nr. 1 ist. Neben Fachbegriffen wie Umdrehungen, Newtonmetern, PS, Zylindern usw. komme ich mir dann ziemlich unwissend vor, was ja auch so ist. Mädels: Lasst euch trotzdem nicht aus der Ruhe bringen. Es ist eindeutig ein Klischee, wenn manche behaupten, wir tragen während der Fahrstunde zur Umbebauung der Straße bei.



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