Offensichtlich ist es Zeit, dass sich die Menschheit, die in Deutschland lebt, mal wieder richtig freuen kann. Wie sonst lässt sich es erklären, warum nach einem Spiele gegen eine schwache Mannschaft wie Costa Rica solche Jubelorgien auf den Straßen stattfinden?
Aber die Depri-Deutschen sollte man jetzt reden lassen. Sie sagen solche Dinge wie, die Deutschen würden es sowieso nicht packen, sie hätten keine Chance, weil sie ja Deutsche seien. Sie spotten darüber, dass man sich über einen Sieg freut, der so überragend nicht war. Na und? Diese Sache lehrt doch eigentlich genau das, was sich mancher hier im Lande stärker zu Herzen nehmen sollte: Man kann sich auch über Kleinigkeiten im Leben freuen.
Ein witziger Nebenaspekt ist ja, dass der Autocorso, den es heute Nacht in jeder größeren Stadt gab, deutlich auch von Ausländern, die hier leben, gespickt war. Mit deutschen Flaggen in den Händen saßen sie in ihren Kisten. Ist ja irgendwo verständlich: Für wen sollen sich beispielsweise die Türken sonst freuen, wenn nicht für die Deutschen? Man muss doch für irgend jemanden sein
Die Leute, die das Gehupe und die Schreierei nicht aushalten und genervt darüber reden, mit denen kann ich nichts anfangen. Das sind Langweiler. Wenn es nur Leute wie sie gäbe (und es gibt viele, ich saß im Zug nach Freiburg neben ihnen), würde ich 15 Stunden Schlaf am Tag brauchen, das wäre einfach nur ermüdend. Das sind die Deutschen, die ich während der WM eigentlich nicht mehr sehen will. Ich will nach vorne schauen, hoffen, an die deutsche Mannschaft glauben und nicht rumnörgeln. Das wird nach der WM genug getan.
Insofern: Ich hätte wahnsinnig gerne mitgemacht beim Autocorso, mal so richtig lautstark sein, schwarz-rot-goldene Schminke im Gesicht haben, aber der Boxster ist weg





