Welche Farbe muss ein 911er haben?

Zunächst waren wir uns einig darin, welche Farbe unser späterer 911 turbo haben muss. Schwarz! Aber jetzt gab es kleinere Meinungsverschiedenheiten. Uns fällt nichts ein, wie wir das lösen können. Wir werden wahrscheinlich auslosen, wenn es soweit ist.

Julian sagt Gelb: Ein Porsche muss einfach gelb sein. Da gibt es keine Kompromisse. Rot ist schon an Ferrari vergeben, schwarz sind keine Sportwagen, sondern dicke Limousinen. Und Racegreen? Kommt nicht in Frage, ich hasse Cricket, und dann sähe ich ja aus wie einer, der das gerne spielt. Außerdem trinkt ein Porschefahrer Red Bull, und keinen Grünen Tee. Porsche ist eine deutsche Sportwagenschmiede. Einzige aggressive, sportliche und unvergebene Farbe bleibt gelb. So soll unser 911er vorfahren.

Sebastian sagt Racegreen: Schwarz oder gelb, das ist beides einfallslos. Porsche hat Tradition und ein Porsche wird in aller Welt sofort erkannt, gerade ein 911er. Da liegt es doch auf der Hand, dass man diese Faszination auch mit einer traditionellen Farbe ausstatten muss, die nicht weniger Historie hat wie das Auto selbst. Racegreen ist da genau die richtige Wahl, keine andere Farbe sagt so viel über den Fahrer aus. Racegreen hat Klasse, so wie wir.

Adrian bleibt bei Schwarz: Schwarz, das steht für Understatement und auffallende Schlichtheit. Nur Prolls fahren mit so knalligen Farben wie gelb oder so dick auftragenden wie Racegreen durch die Gegend. Wir sind auch welche, ich weiß, aber es reicht ja auch, wenn man das auf den zweiten Blick sieht. Ein Porschefahrer hat so etwas nicht nötig und es würde ihn abwerten. Schwarz assoziiert man mit Coolheit und Lässigkeit. Ich will Man in Black sein und keiner von der Post.

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Die Porsche-Wette

Viele junge Menschen sind auf der Suche nach dem Sinn. Wir haben ihn jetzt gefunden. Es muss ein 911er sein. Turbo. Schwarz. Das ist unser Vorsatz für die nächsten Jahre, beschlossen mit Handschlag heute irgendwann nach Mitternacht.

Nur wie sollen wir das machen?

Sebastian ist Student, monatlicher Netto-Verdienst: 0 Euro.

Julian arbeitet fürs Autoweblog und trägt Zeitungen aus, monatlicher Netto-Verdienst: wenig.

Adrian ist Redakteur, monatlicher Netto-Verdienst: noch nicht wirklich viel.

So. Sieht schlecht aus. Da wir bisher nicht talentiert im Sparen sind, haben wir beschlossen, uns etwas mehr zu motivieren. Wir wetten. Wer sich zuerst einen 911er turbo leisten kann, bekommt von den anderen beiden ein Tuningpaket von 9ff gezahlt.

Natürlich haben wir uns vorher auch darauf geeinigt, dass wir großzügig mit einem Porsche umgehen und uns mit dem Spazierrasereien an den Wochenenden abwechseln würden. Wird aber leider noch ein paar Jährchen dauern. Wir halten euch über die Entwicklung unseres Kontostands auf dem Laufenden. Später richten wir natürlich auch ein Spendenkonto ein.