Ypsilon-Fahrtest: Leise rieseln

Eigentlich ist der Lancia Ypsilon ein Kleinwagen. Ein schönes, erstes Auto für junge Leute, ein trendiger Erstwagen für Alleinstehende und der ideale Zweitwagen für die Familienmutter. Blabla. Das habe ich vor unserem Test geglaubt. Aber ich hätte mich wohl nicht mehr täuschen können. Denn unser Lancia Ypsilon, der kann mehr. Mit dem dicken Sechsfach-Lautsprechersystem kann er Party. Mit dem symphatischen Äußeren kann er nette Mädels zum Lächeln bringen. Und mit seinem 90 PS Dieselmotor mich.

Seine Fahrleistungen sind nicht zu unterschätzen. In elf Sekunden geht es von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde – subjektiv sind das vielleicht acht. Schluss ist dann erst bei 175 Sachen – laut Tacho sind aber auch mal 190 drin. Und selbst dann ist der Lancia für einen Kleinwagen erstaunlich leise. So leise, dass ich einfach so auf die Autobahn gefahren bin, nur um die Stille und die selbst hier noch gute Beschleunigung zu genießen. Und das mit lockeren, entspannten Füßen, der Tempomat machts möglich.

Auf kurvigen Landtsraßen fühlt der Ypsilon sich bei zügiger Fahrt weniger wohl – hier spürt man ganz deutlich, dass er mehr auf Komfort als auf Sportlichkeit ausgerichtet ist. Das aber ist in der Stadt von Vorteil: Schnelles Beschleunigen ist dank dem für einen 1,3 Liter großen Diesel sehr durchzugsstarken Motor und dem locker leicht zu bedienenden Schaltknüppel kein Problem. Und ist man erst einmal auf Geschwindigkeit, lässt sich auch noch Sprit sparen – mit cirka 1600 Umdrehungen pro Minute lässt sich der Ypsilon bei 50 trotzdem noch gut fahren, auch wenn man sich erstmal daran gewöhnen muss, hier nicht einfach runterzuschalten.



1 Kommentar Dein Senf

Kasjan:
Samstag, 17. März 2007, 14:27

Ja eine große (kleine :-) ) Überraschung das Auto erstaunlich was alles in den kleinen Flitzer reinpasst und was für eine Musikleistung er hat.



Dein Senf

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