
Es ist halb fünf. Mein Wecker klingelt, ich stehe auf. Kein Stück mehr müde bin ich, nur total aufgeregt. Heute also soll ich das erste Mal vollkommen allein zu einem Pressetermin, einen von Subaru. Mir gehen tausend Gedanken durch den Kopf. [Update 23.35 Uhr]
Hoffentlich schaffe ich es rechtzeitig nach München. Hoffentlich finde ich das Hotel sofort. Wie wird der Termin aussehen? Muss ich eine festgelegte Route fahren oder darf ich einfach ohne jeglichen Plan die Straßen um den Münchener Flugplatz unsicher machen? Und wie wird sich wohl der Subaru Impreza WRX STi fahren lassen? Vor allem aber: Ist mein Outfit okay?
Adrian hat es ja nicht dem Zufall überlassen, mich unsicher zu machen. „Nimm noch deine schwarzen, geschniegelten Schuhe mit, vielleicht sind die da alle in Anzug und Krawatte.“ Danke, Adrian, dass du mich so verrückt gemacht hast.
Aber gebraucht habe ich sie nicht. Mein Standard-Outfit, gut, mit einem schwarzen Hemd etwas modifiziert, ansonsten aber mit normaler Blue-Jeans und Turnschuhen, reichte aus für einen ganz normalen, ersten Auftritt. Die anderen, ja, was hatten eigentlich die anderen an? Gesehen habe ich gar keinen Journalisten. Gefrühstückt habe ich nicht, sondern bin lieber gleich zu den Testwagen. Das Buffet am Mittag habe ich auch geschwänzt, Testwagen fahren oder essen – die Wahl fiel mir nicht schwer.
Und die Wahl, welchen Testwagen ich als ersten nehme, genauso wenig. Einmal Impreza WRX STi, bitte! Also mit einem Subaru-Mitarbeiter zum Wagen gelaufen, Schlüssel gekrallt und eingestiegen.
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Der Wahnsinn! Man setzt sich in straffe, harte Sportsitze mit ordentlich Seitenhalt und Renn-Feeling. Die Instrumentenanordnung sagt alles: In der Mitte sitzt der große Drehzahlmesser, rechts daneben der Tacho. Er reicht bis 260 Kilometer pro Stunde und ist damit wohl der ehrlichste, den ich je gesehen habe – immerhin packt der WRX STi nur fünf weniger.
Okay, also stelle ich mir mit einem breiten Grinsen im Gesicht den Sitz ein, danach den Rückspiegel. Und wenn man da rausschaut, dann muss man, oder besser gesagt ich, schon so sehr grinsen, dass es fast weh tut. Der Spoiler ist einfach nur groß, sorry, aber was besseres fällt mir dazu nicht ein. Nur noch, dass ich seit dem WRX STi finde, jedes Auto sollte einen haben. Es macht einfach glücklich im Rückspiegel dieses Monstrum begutachten zu können.

Aber genauso glücklich macht es, wenn man vorne rausschaut. Denn auch da hat der Impreza WRX STi etwas, was meiner Meinung nach jedes Auto haben sollte: eine große Hutze. Und mit dieser formschönen Ausbuchtung saugt der Turbo lautstark Luft an. Mit diesem Sound auf der Autobahn, am besten mit voller Drehzahl, da macht man freiwillig das Radio aus. Das braucht man im WRX STi sowieso nicht. Der Motorsound ist unterhaltsam genug, und wer will, der kann ja mit ihm um die Wette brüllen. Aber ich muss euch warnen: Ich habe sie verloren…
Sauer sein konnte ich dem Impreza trotzdem nicht, immerhin hat er mich gleich beim nächsten Beschleunigen wieder ordentlich in den Sitz gehauen. 5,4 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde – das ist wirklich nicht viel. 392 Newtonmeter dagegen schon. Und genau so muss das sein.
Das einzige Problem: Fährt man den Impreza WRX STi so wie ich, dann hält man nicht lange durch. Nach 30 Minuten musste ich also eine Zwangspause auf einem Autobahnparkplatz einlegen. Es ging einfach nicht mehr. Nach so viel Power, so viel Aufregung, musste ich ein bisschen im Kreis laufen, mich beruhigen, zu mir finden. Und dabei den Impreza WRX STi von außen begutachten.
Heckspoiler, Frontspoiler und Hutze fallen sofort auf. Aber da gibt es noch ein weiteres, exklusives Detail: Welches Auto außer dem Subaru Impreza WRX STi hat bitte Brembo-Bremssättel? Wenige. Und goldene Felgen? Keines! Und jetzt ist er wieder weg, heul.









Mittwoch, 4. April 2007, 18:14
Ich kann nur soviel sagen: ICH BIN NEIDISCH!!