
Mein erster A.T.U.-Besuch ist beeindruckend für mich gewesen. Und zwar nicht, weil ich spontan neue Alu-Felgen auf unseren unscheinbaren Polo montiert bekommen habe, sondern aus einem ganz anderen Grund: Sobald man die Schwelle zum A.T.U.-Kundenparkplatz überfahren hat, befindet man sich in einer vollkommen anderen Welt, fernab vom hektischen Deutschland und seinen vielen Autos von der Stange, in einem kleinen Idyll, in dem die Autos regieren. Was mir alles aufgefallen ist:
1. Es herrscht ein drastischer Männerüberschuss. Von den schätzungsweise 30 Personen, denen ich begegnet bin, war nur eine einzige weiblich, und die saß hinter der Kasse.
2. Zeit spielt in der A.T.U.-Welt keine Rolle. Die meisten Kunden legen ein dickes Lächeln auf, sie freuen sich auf irgendwelche neuen Anbauteile für ihr liebstes Kind, ihr Auto. Und da kann sie auch keine Wartezeit von eineinhalb Stunden erschrecken. Sie scheinen sich extra frei genommen zu haben.
3. Hier gibt es keine dicken Schlitten, nur aufgemotzte Wagen, meist älteren Baujahrs. Individuelle Fahrzeuge – das ist es, was man hier zu sehen bekommt. Besonders beliebte Tuning-Objekte scheinen 1er Golf Cabrio und 3er BMW zu sein. Aber trotz ihrer unterschiedlichen Ausgestaltungsvarianten haben sie alle, aber wirklich alle eines gemeinsam: Alu-Felgen.
4. Die Kommunikation unter den Bewohnern der A.T.U.-Welt ist eine ganz eigene. Es gibt nur ein Thema: das Auto. Hier wird fachgesimpelt was das Zeug hält. Am liebsten über die neueste Modifikation, die man an seinem Auto vorgenommen hat. Ich habe wenig verstanden, aber viel gelernt.
5. Das Durchschnittsalter in dieser Welt beträgt cirka 23 Jahre. Die ältesten sind 27, vielleicht auch einmal 28, die jüngsten 16. Probleme mit der Rentenfinanzierung und dem fehlendem Nachwuchs gibt es hier ganz bestimmt nicht.
6. Das Verhalten der Menschen hier ist nicht das gleiche, wie ihr Verhalten in der Außenwelt. Sobald man aus dem A.T.U.-Shop nach draußen geht, hört man auch schon quietschende Reifen. Kaum jemand fährt normal auf den Kundenparkplatz. Alle driften sie in eine Parklücke. Die A.T.U.-Mitarbeiter scheinen das nicht einmal mehr zu bemerken, das ist hier Alltag.






Mittwoch, 11. April 2007, 17:58
Seid wann ist A.T.U. Werbepartner von den Testbrüdern?