
Was man zu sehen bekommt, wenn man in mancher Leute Auto steigt, ist nicht mehr schön. Es gibt da ja einen aus meiner Bekanntschaft, dessen Auto ist fast immer bis zur Decke voller Müll. Fünf China-Fastfood-Tüten sind normal, hinzu kommen Kaugummi-Papier im Getränkehalter, Socken in der Türablage und was weiß ich noch alles. Fahren kann man mit diesem Auto nur noch zu zweit, die Rücksitzbank ist unbetretbar. Furchtbar. Wahrscheinlich hat dieser jemand – ich nenne hier mal lieber keine Namen – die gleiche Scheu vorm Waschgang wie dieser Hund.
Aber selbst, wenn man nur auf den Beifahrersitz steigt, muss man vorsichtig sein. Es findet sich immer irgendetwas, auf das man sich setzt oder tritt. Kaum zu glauben, denn als sich dieser jemand sein allererstes Auto zugelegt hat, war er noch mächtig stolz und sehr penibel in Sachen Müll. Die Zeiten haben sich geändert. Schnell. Mittlerweile übertrumpft er selbst – und das ist eine Kunst – meine Brüder gemessen an unnützen, zurückgelassenen Dingen im Auto um Längen. Die herumfahrenden Pizza-Kartons von Sebastian in unserem Polo sind nix dagegen.
Woher dieses Verhalten kommt, kann ich nur mutmaßen. Oder bin ich denn etwa der Einzige, dem es nicht egal ist, wenn das ganze Auto mit einer gelben Pollenschicht überzogen und die Front ein Friedhof von Schnaken ist? Wie ist das bei Euch? Bevor ich in meiner Verzweiflung zu einem Psychologen gehe, wollte ich erst mal die Allgemeinheit fragen. Wie viel Müll braucht ein Auto??






Samstag, 5. Mai 2007, 20:52
Also ein Auto sollte schon „wohnlich“ sein. So ein vollkommen steriles Fahrzeug hat eher Leihwagencharakter.
Die üblichen Rotzfahnen und Bifi-Roll-Verpackungen in den Türablagen halte ich für normal. Dann wird es langsam interessant. Mal schnell die McD-Tüte in den Fußraum geworfen und schon ist man von einem Messi-Auto nicht mehr weit entfernt!