Unterwegs im Schlangentaxi

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Adrian hat sich dazu entschlossen, für ein Jahr auf den Fiji-Inseln zu leben – deshalb muss er als Testbruder erstmal eine Pause machen. Viele neue Autos gibt es in der Südsee leider nicht zu fahren, dafür aber manch andere spannende Geschichte zu erzählen.
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Die erste Fahrt in einem fijianischen Pickup-Taxi ist unheilsschwanger gewesen, aber spannend. Zuerst wollten wir ja gar nicht mitfahren, weil wir auf den Bus warteten. Aber als uns der Fahrer dann einen Special Price machte, weil er sowieso auf dem Rückweg war, waren wir dabei. Über seinen Fahrstil wussten wir bis zu diesem Zeitpunkt nichts. Es hätte auch so enden können wie mit dem alten Bus auf dem Foto oben.

Wir waren etwa 30 Kilometer mit dem Taxi unterwegs. Vom Norden der Insel Vanua Levu bis ganz in den Süden. Mit uns fuhren drei fijianische Männer. Einer Geschäftsmann, die anderen beiden aus einem Dorf.

Der Fahrer raste mit einem Tempo über Schlaglöcher, dass wir dachten: Bald muss die ganze Kiste in die Luft fliegen. Die Straße von Labasa nach Savusavu ist an vielen Stellen löchrig, und oft geht es über schmale Brücken, die mit etwas Holz ausgelegt sind. Für unsere Mitfahrer offenbar alles völlig normal. Sie können bei einer solchen Fahrt sogar schlafen.

Der junge, fijianische Geschäftsmann ist nach Vanua Levu gekommen, um sich Sandalwood anzuschauen. Das ist ein begehrtes, aromatisches Holz. In einer Plastiktüte hat er ein paar Proben gesammelt, Bilder hat er auch gemacht. Sein australischer Geschäftspartner und er vermarkten es von der Hauptinsel aus nach China. Die mögen das Holz und verwenden es besonders gerne, so wurde es uns erzählt, für ihre Buddha-Räucherstäbchen.

Der Geschäftsmann hat schnell Gefallen daran gefunden, uns abenteuerliche Geschichten zu erzählen. Die Insel, auf die wir nächste Woche wollen, beherberge eine große Echse, meinte er. Ähnlich groß wie ein Komodowaran. Sie könne sogar ihre Farbe verändern. Ein Riesenchamäleon quasi. Und es wurde noch besser: Auf einer weiteren, kleinen Nachbarinsel lebe eine Schlange, die so groß sei wie eine Anaconda. Das sei aber eine „friendly snake“, wir müssten keine Angst haben.

Ich werde der Sache mal auf den Grund gehen. Denn auf einer weiteren der Nachbarinseln, Laucala, hat sich der Red-Bull-Chef ein kleines Rückzugs-Domizil gebaut, vielleicht hat er ja glaubhaftere Informanten.



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